Machtdemonstration zum Saisonabschluss

28. April 2026
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 Dilaver Berber, Trainer von Bremerhaven United, war einer der ersten Gratulanten bei Werner Maaß, Headcoach der Oberliga-Herren von Basketball Lesum/Vegesack (BLV). Die Nordbremer hatten in ihrem finalen Saisonspiel der Staffel West gerade den Tabellenführer sowie designierten Meister und Aufsteiger Oldenburger TB II mit 90:65 (44:31) förmlich aus der Halle geschossen und die Seestädter damit so gut wie zum Titelträger gemacht. Diese mussten am Folgetag lediglich noch beim sieglosen Tabellenletzten VfL Rastede gewinnen.

Das BLV-Team beendet die Saison mit der ausgeglichenen Bilanz von acht Siegen und acht Niederlagen auf Platz fünf und damit in der oberen Tabellenhälfte. „Es war insgesamt gesehen eine der besten, wenn nicht die beste Saisonleistung von uns“, freute sich Werner Maaß in seinem Spielfazit. „Oldenburg hatte Matchball und hat ihn nicht genutzt. Entsprechend enttäuscht waren die Gäste nach der Schlusssirene. Das Gastgeber-Team hingegen konnte auf eine hochkonzentrierte Leistung mit viel Energie auf dem Parkett zurückblicken. „Wir haben Oldenburg ständig kontrolliert und uns nie aus der Ruhe bringen lassen“, sagte Werner Maaß.

Ein früher 4:8-Rückstand veranlasste den Coach auf eine Drei-zwei-Zonendeckung umzustellen. Worauf die Oldenburger wohl nicht vorbereitet gewesen waren, jedenfalls kamen sie mit dieser Umstellung nicht klar. BLV machte wenige Fehler in der Verteidigung und gab dem Gegner kaum offene Würfe. So konnten die Einheimischen die Partie drehen und kontinuierlich davonziehen. Der größte Punktevorsprung betrug in Halbzeit zwei 29 Zähler. „Ein Spielverlauf, den wir so nicht auf dem Schirm gehabt hatten“, gab Werner Maaß zu. Entsprechend positives Feedback gab es auch von den rund 130 Zuschauern in der Halle Bördestraße, darunter auch das Team von Bremerhaven United.

In der Offensive bewegten die Gastgeber den Ball gut und hatten oft auch den Blick für den Extra-Pass. „Wir haben die offenen Würfe gesucht, gefunden und gemacht“, so Werner Maaß. Er konnte angesichts des Spielverlaufes früh auswechseln, was jedoch keinen Bruch ins Spiel brachte. Gegen die Zonenpresse der Oldenburger fanden die BLV-Akteure immer wieder Lücken und trafen auch aus der Distanz sicher. Insgesamt zehn erfolgreiche Dreier standen am Ende für die Nordbremer zu Buche. Auf Seiten der Gäste rauschte der Ball acht Mal von jenseits der Drei-Punkte-Linie durch die Reuse.

Basketball Lesum/Vegesack: Hermann Gottwich (8), Jammeh (13, davon 1 Dreier), Markau (10, 2 Dreier), Heßling (24, 2 Dreier), Maaß (6, 2 Dreier), Augustave (12, 1 Dreier), Boakye, Bruns (15, 2 Dreier), Möller, Gran (2), Pfannenstiel, Behrje.

Quelle: Weser-Kurier, Die Norddeutsche, Marc Gogoll, 28.04.2026

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