Souveräner Heimsieg für die 1. Herren

10. März 2026
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Ihre Pflichtaufgabe haben die Oberliga-Herren von Basketball Lesum/Vegesack (BLV) souverän erfüllt. Gegen den weiterhin sieglosen Tabellenletzten VfL Rastede gewannen die Schützlinge von Headcoach Werner Maaß deutlich mit 97:64 (56:29). Vor knapp 100 Zuschauern in der Sporthalle Bördestraße fehlte lediglich noch ein dreistelliges Punkteergebnis zur vollsten Zufriedenheit aller BLV-Anhänger.

Aber auch so hatten die Einheimischen gleich in der Anfangsphase des Spiels einigen Grund zum Jubel. Sheriff-Mustapha Jammeh lief gleich mal heiß und versenkte drei Dreier in Folge in der Reuse des Gästekorbes. 15:2 hieß es für die Gastgeber nach knapp fünf Minuten Spielzeit, da war bereits klar, in welche Richtung die Partie weiter verlaufen würde. Eben, weil die Gäste auch lediglich sechs Spieler aufgeboten hatten, während BLV mit der vollen Kaderstärke von zwölf Akteuren aufwartete. Mit ihren sechs Mann versuchten die Rasteder, jegliches Spieltempo zu verhindern und wollten, dass das Spiel einschläft. In vielen Phasen der Partie war jedoch der Druck zu groß, den BLV dieser Taktik entgegensetzte.

Die Gastgeber begannen mit der gleichen Starting Five wie vor Wochenfrist beim Auswärtssieg bei der TSG Westerstede III. Mit Andreas Bruns und Gerrit Möller auf den Positionen fünf und vier sowie mit Hermann Gottwich, Enno Maaß und Sheriff-Mustapha Jammeh auf den Guard-Positionen. Nach dem furiosen Start nahmen sie jedoch zu früh Dampf vom Kessel, so dass Rastede tatsächlich zwischenzeitlich auf 18:21 verkürzen konnte. Im zweiten Viertel, welches BLV mit 33:11 für sich entschied, stürzte der VfL Rastede jedoch von einer Verlegenheit in die andere. „Unsere Mannschaft hat in dieser Phase effektiv gespielt“, lobte Werner Maaß sein Team. „Ende des ersten Viertels wurde noch unsauber und schlampig verteidigt, im zweiten Viertel, gerade zum Schluss, wurde erheblich energischer zu Werke gegangen“, berichtete der Trainer. Vom Zwischenstand 38:27 (16.) zog das BLV-Team bis zur Pause mit einem 18:2-Run unaufhaltsam davon. Zwei erfolgreiche Dreier von Nicolas Markau sowie jeweils einer von Jonte Heßling und Yanni Augustave ermöglichten unter anderem diesen Zwischenspurt der Gastgeber.

Apropos Yanni Augustave. Der US-Amerikaner scheint sich langsam an den deutschen Basketball zu gewöhnen, analysierte Werner Maaß. Im Gegensatz zu sonst geriet er trotz einer wieder sehr guten Leistung dieses Mal nicht in Foulprobleme. In der zweiten Halbzeit nahmen die Gastgeber dann den 100er ins Visier. „Es wurde viel durchgewechselt. Im letzten Viertel hat die Mannschaft dann auch die richtige Einstellung vermissen lassen, um die 100 Punkte tatsächlich zu erreichen“, sagte Werner Maaß, ohne seinen Spielern einen Vorwurf machen zu wollen. „Es ist schwer, sich gegen einen Gegner zu motivieren, der alleine das Ziel hat, nicht zu sehr verprügelt zu werden. Da ist es für alle Spieler schwierig, wirklich ans Limit zu gehen“, befand der BLV-Trainer. Jetzt geht es für die Nordbremer in eine lange Spielpause, erst am 11. und 12. April geht die Punktspielphase in ihren Saisonendspurt.

Basketball Lesum/Vegesack: Hermann Gottwich (8), Jammeh (16, davon 4 Dreier), Markau (13, 3 Dreier), Heßling (22, 2 Dreier), Maaß (9, 1 Dreier), Augustave (17, 3 Dreier), Bruns (2), Michael Gottwich, Möller (6), Sebastiani, Pfannenstiel (4), Kück.

Quelle: Weser-Kurier, Die Norddeutsche, Marc Gogoll, 10.03.2026

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