1. Herren setzen Ausrufezeichen zum Jahresende

16. Dezember 2025
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Nur eine Woche nach der etwas überraschenden Auswärtspleite beim Aufsteiger SG Cleverns-Sandel haben sich die Oberliga-Herren von Basketball Lesum/Vegesack (BLV) in ihrem letzten Spiel des Jahres in der Staffel West eindrucksvoll rehabilitiert. Den bisherigen Tabellennachbarn TV Delmenhorst schickten sie mit einer deutlichen 105:55 (65:35)-Packung auf die Heimreise.

BLV überwintert nun im gesicherten Mittelfeld des Tableaus mit der ausgeglichenen Bilanz von vier Siegen und vier Niederlagen. Gegen die „Devils“ aus Delmenhorst lag das Heimteam nur nach dem ersten Korb der Gäste in Rückstand. Dann legten die Schützlinge von BLV-Headcoach Werner Maaß gleich den ersten Spurt hin und eroberten sich eine sichere Führung, die in der Folgezeit nicht mehr aus der Hand gegeben wurde. Insbesondere Sheriff-Mustapha Jammeh gelangen in dieser Anfangsphase immer wieder Steals, die den Gastgebern in der Folge einfache Punkte bescherten. Sie spielten mit einer Press-Deckung, teils bereits in der gegnerischen Hälfte beginnend, und legten ein hohes Tempo im Angriffsspiel vor. „Die haben ganz schön Gas gegeben zu Anfang“, konstatierte auch Werner Maaß in seinem Spielfazit. „Es war letztlich ein wirklich guter Jahresabschluss.“

Definitiv war es das auch für die rund 100 Zuschauer, die dieses Mal wieder in der engen Halle im Heisterbusch für gute Stimmung sorgten. BLV ließ im weiteren Verlauf des ersten Viertels unter dem gegnerischen Korb kaum Chancen liegen und ging mit 33:14 in die erste kleine Unterbrechung. In den Spielpausen unterhielten übrigens die Cheerleader des TSV Lesum-Burgdamm das Publikum wieder mit ihren Darbietungen. Den eigenen 50. Zähler markierten die Gastgeber bereits nach 14 Spielminuten und 29 Sekunden beim Zwischenstand von 50:25. Bis zur Halbzeit bauten die Maaß-Schützlinge ihren Vorsprung kontinuierlich aus, nach Wiederbeginn machen Patrick Gran und Jonte Heßling mit Punkten nach Ballgewinnen und Fast-Breaks genau so weiter. Dann war es Zeit, einzelne Akteuere in Szene zu setzen, die sonst im Oberliga-Team noch nicht so zum Zuge kommen. David Boakye zum Beispiel oder Paul Behrje, der am Mittag noch mit der U18 aktiv gewesen war. Dem BLV-Nachwuchsspieler gelang Ende des dritten Viertels ein Buzzer-Beater mit seitlicher Brettberührung, über den verständlicherweise alle Mitspieler auf dem Feld und der Bank ausgelassen jubelten. Als Gerrit Möller mit einem Dreier knapp fünfeinhalb Minuten vor der Schlusssirene den 102. Punkt markierte wurde ebenso laut gefeiert wie nach dem Spiel beim Abklatschen mit dem Publikum und den Cheerleadern.

Basketball Lesum/Vegesack: Hermann Gottwich (10, davon 2 Dreier), Jammeh (9, 1 Dreier), Markau (10, 2 Dreier), Heßling (23, 2 Dreier), Maaß (13, 2 Dreier), Behrje (6), Boakye (7, 1 Dreier), Michael Gottwich (1), Möller (10, 2 Dreier), Gran (6), Pfannenstiel (10), Kück.

Quelle: Weser-Kurier, Die Norddeutsche, Marc Gogoll, 16.12.2025

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